Das Rotierende System

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Das Rotierende System
Standort 52° 9' 3" N, 9° 57' 4" OBreitengrad: 52.1509
Längengrad: 9.951001


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Künstlerin / Künstler Ralph Walczyk, Silvia Wienefoet
Entstehungsjahr 2005
Dauer Dauerhaft
Arbeitsweise Wettbewerbsprojekt
Strasse
Stadt Hildesheim
Land Deutschland
Das Rotierende System

Interdisziplinäres Wettbewerbsprojekt, Hildesheim, 2005

Silvia Wienefoet, Ralph Walczyk, ESWEERWE

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das ROTIERENDE SYSTEM hat eine Demokratisierung der Gestaltung des öffentlichen Raums zum Ziel. Das RS lebt von selbstverantwortlichen Einzelpersonen, engagierten Gemeinden und Institutionen und Städten, die aktiv das eigene Umfeld gestalten wollen. Eine Utopie, aber dennoch ein Ziel. Der Grundgedanke des RS besteht darin, dass jede Person, egal ob und welcher Gruppierung zugehörig, eine Veränderung des gestalteten öffentlichen Raums initiieren kann. Das RS umfasst zwei Kernmodule: Die KARTIERUNG und den BEGLEITETEN DISKURS.

DIE KARTIERUNG

Die KARTIERUNG ist eine digitale Datenbank, die alle existenten Kunstwerke in einem bestimmten Raum umfasst. Es werden sämtliche relevanten Daten zum Kunstwerk und seinem Aufstellungsort, sowie seiner Aufstellungszeit erfasst. Grundvoraussetzung dieser Kartierung ist, dass sie immer aktuell und für jeden öffentlich einsehbar ist.

DAS FACHTEAM

Die digitale Datenbank wird aufgebaut und kontinuierlich von einem Fachteam betreut, das aus mindestens einem Architekten/Stadtplaner, einem Künstler und einem Kunsttheoretiker besteht. Wünsche, Kritik, Vorschläge laufen bei diesem Fachteam zusammen, werden gebündelt, verglichen, systematisiert und dem BEGLEITETEN DISKURS (s.u.) zugeführt. Das Fachteam steht den beteiligten Gruppen hierarchisch nicht übergeordnet vor und hat daher auch keine Entscheidungsbefugnis. Das Team ist lediglich der Katalysator, in dessen Beisein eine Reaktion in Form einer fundierten Meinungsbildung entstehen soll. Das Arbeitsmittel des Teams neben der Digitalen Kartierung ist der BEGLEITETE DISKURS.

DER BEGLEITETE DISKURS

Der BEGLEITETE DISKURS ist der Motor des RS. Ziel ist es, den Bürgern Hintergrundwissen zu geben, damit sie sich kompetent eine Meinung bilden und sich fundiert an der Diskussion beteiligen können. Jede Person, Gruppierung oder Institution hat die Möglichkeit an das Fachteam heranzutreten und den BEGLEITETEN DISKURS anzustoßen. Nach Prüfung der Anträge ist das Fachteam nun die Gelenkstelle, um die beteiligten Gruppen zusammen zu bringen und zu beraten. Ein Kommunikationsprozess muss initiiert werden. Durch den Diskurs wird eine Entscheidung in Zusammenarbeit mit den Beteiligten (Einzelpersonen, Institutionen wie Schulen, Freizeiteinrichtungen, Gemeinden, Kulturreferate,...) erarbeitet. Mögliche Arbeitsformen des Diskurses sind z.B. (Künstler-) Gespräche, Podiumsdiskussionen, Vorträge, Anfertigen von Informationsmaterial zu Kunstwerken und ihren Zusammenhängen/Hintergründen, Öffentlichkeitsarbeit

MÖGLICHE ERGEBNISSE DES BEGLEITETEN DISKURSES

Der Begleitete Diskurs kann in zwei Ergebnisse münden. Zum einen kann gemeinsam entschieden werden, dass das Kunstwerk an seinem Ort bleibt, zum zweiten kann der Entschluss gefasst werden, dass das Kunstwerk von seinem Aufstellungsort entfernt werden soll. In diesem Fall wandert das Kunstwerk in die Digitale Warteschleife.

DIGITALE WARTESCHLEIFE

Die Digitale Warteschleife ist ein direkter Vermittlungszeitraum von einem Aufstellungsort zu einem anderen. Während man sich auf der allgemeinen Kartierung alle Kunstwerke in dem Raum Hannover-Braunschweig-Hildesheim lediglich anschauen kann, stehen die Kunstwerke in der Digitalen Warteschleife zur Disposition. Der Vorteil der Digitalen Schleife ist, dass es keinen Zwischenstandort für das Kunstwerk gibt, so dass sich die Auf- und Abbaukosten auf das Minimum beschränken und zwischen den beiden Gruppen geteilt werden können.

FUNDUSPARK

Der Funduspark ist ein real existenter Park auf der grünen Wiese. Hierhin gelangen die Kunstwerke, die ein Jahr lang keinen konkreten Interessenten gefunden haben. Die Arbeiten, die im Funduspark aufgestellt sind, befinden sich nach wie vor in der Digitalen Kartierung und man kann sich direkt bei dem Fachteam um diese Arbeiten bewerben. Die Arbeiten im Funduspark sind sowohl durch die Digitale Kartierung, als auch in Realität im Funduspark für Jedermann zugänglich.